Reise nach I
U-Wende
Aha-Erlebnis

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Erhabenem und Grauenhaftem ausgeliefert, findet im Durchlassen hinweisend Gestalt, was im Unbewussten archaisch erotisch-gewaltig drängt und gärt und schafft so lebensnotwendigen Abstand zu ohnehin unaufhaltsam Geschehendem. Auf inneren Abstand kommt es zunächst an, auf Differenzierung in Gesehenes und Seher. Bildnerisches Gestalten sei hier bewusst angewandt, wahrnehmbare Distanz des Betrachters zu sich selber wie zur Welt zu erzeugen. Am Grab beginne ich zu zeichnen. Lebensnotwendig, um nicht überwältigt zu werden. Gelingt es mir, Erhabenes wie Grauenvolles als grundlegende Erfahrungen eigener Psyche verstehend auf mich selber zu beziehen, für mich persönlich lesbar, deutbar zu be-zeichnen, geschieht das Wunder von Ergänzung, Erweiterung und Wachstum von selber: prinzipiell Sich-Entziehendes, das Andere, Unvorstellbares wird gegenwärtig - Glückseligkeit. Künstlerisch sei der Mensch das darstellende Wesen. Durch die bislang verborgene innere universelle Bildergalerie beginnt der lange Weg intuitiver Heim-Suchung im Moment ergriffenen Ausgeliefertseins: jetzt.
 

Mythos und Zeichnung entstehen angesichts des Unfassbaren am Grab 1965 Sexverwicklung 1967 Diogenes in Auschwitz 1967
           
Reise nach I - 1972